Austria-Kollege Markus Burkert hat zwar die Bloggerei an den Nagel gehängt, nun aber eine eigene Kolumne bei Karsten Windfelder bekommen.
Randbemerkungen aus Affiliate Perspektive heißt seine monatliche Kolumne. Ich finde es wurde höchste Zeit, daß auf 100partnerprogramme.de endlich mal mehr aus Affiliate-Blickwinkel veröffentlicht wird.
In seinem aktuellen Artikel spricht Markus die anscheinend allgegenwärtige Finanzkrise und die möglichen Auswirkungen auf die Affiliate Marketing Branche an. Die großen Affiliatebereiche werden einzeln durchleuchtet und auf Krisenfestigkeit überprüft.
Sehr gut kommen die meisten Bereiche beim Kollegen Burkert nicht weg. Dabei passt Pessimismus doch irgendwie nicht so recht in unsere Boom-Branche. Oder hat schonmal jemand z.B. den Mediadonis jammern gehört?
Betrachten wir doch die im Artikel angesprochenen Nischen mal aus einem etwas optimistischeren Blickwinkel:
Kredite & Versicherungen
Markus vermutet, daß dieser Bereich am stärksten leiden wird, da die Banken immer weniger Kredite vergeben.
Das stimmt zwar, es werden aber auch mehr Leute nach Krediten suchen - und viele Kreditprogramme vergüten ja auch schon die Anfragen (Leads).
Gewinnspiele & Umfragen
Nachfrage steigt, aber Gewinnspiel-Leads sind bald nichts mehr wert, wird hier gesagt.
Hmm, ich denke daß eMail-Adressen nach wie vor wichtig sein werden. Erstmal einsammeln und später entscheiden, was man den Leuten anbietet. Muß ja nicht immer die Armani-Tasche sein, eventuell geht dann halt bald der C&A Newsletter raus (PP dazu gerade bei Webgains gestartet).
Reisen, Tourismus
Hier sieht Markus ganz schwarz für die Branche. Doch was ist, wenn die Leute durch ihren grauen Krisen-Alltag mehr Bedarf nach Urlaub bekommen und daher häufiger mal zum Sonne tanken fliegen wollen? Könnte die Saleszahlen steigen lassen.
Retail, Shopping
Die Leute setzen im Krisenfall mehr auf ebay und Discounter. Das kann stimmen, aber vielleicht wird dann generell mehr im Internet gekauft als in Geschäften. So spart man sich dann die steigenden Benzinkosten.
Dating, Kontakte
Würde in Krisenzeiten evtl. gar nicht mehr laufen, heißt es. Naja, vielleicht ist es aber so, daß viele Frauen sich in Krisenzeiten besonders intensiv und dringend nach einem männlichen Versorger umschauen und daher auch gerne in kostenpflichtige Dating Dienste investieren.
Für Affiliates besonders erfreulich: Frauen-Leads werden fast immer höher vergütet als Männer-Leads!
Schlusswort
Also, ich denke mal, auch wenn in jeder Zeitung dick und fett KRISE steht, muß das keine gravierenden Auswirkungen aufs Affiliate Marketing haben - das wäre zumindest zu hoffen. Außerdem benutzen die Chinesen für das Wort “Krise” das gleiche Zeichen wie für das Wort “Chance”.
28.10.2008 bei 15:33
Also ich denke das “Dating und Kontakte” eigentlich immer läuft. Das ist ja ein menschliches Grundbedürfnis und nicht primär vom Geld abhängig.