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Archiv der Kategorie SEO / SEM

Mal interessante Netzwerkzahlen

Umfragen zu den Netzwerken gibt es einige. Jedoch sind diese meist wenig aussagekräftig, was man schon an den äußert sinnfreien Kommentaren dazu wie “Affilinet ist besser als zanox. Ist einfach so mein Gefühl” oder “Ich nutze seit Jahren nur Superclix und CJ, also müssen die am besten sein”. Das sind alles persönliche Ansichten von Nutzern, man weiß jedoch nicht wieviel Umsatz über welches Netzwerk fließt.

In der IWB gibt es jetzt einen interessanten Artikel vom Affiliateboy zum Thema Affiliate Marketing im Jahr 2008. Und hier wird auch mal eine Zahl genannt (dem Affiliateboy glaube ich einfach mal): 35,6 Millionen Euro soll das in Deutschland angeblich meistgenutzte Netzwerk Affilinet an Affiliate Provisionen + Netzwerkgebühr (30%) im Jahr 2007 von den Merchants erhalten haben.

Das heißt also Affilinet hat davon 30% einbehalten (=10,68 Millionen Euro) und ca. 25 Millionen Euro an die Publisher ausbezahlt. Das wären durchschnittlich etwas über 2 Millionen Euro an Publisher-Auszahlungen im Monat. Wenn man von der im Artikel angegebenen Publisher Anzahl von 400.000 Publishern ausgeht, wären das also nur ca. 5 Euro pro Publisher im Monat. Die Zahl ist natürlich stark mit Vorsicht zu betrachten, da längst nicht alle 400.000 angemeldeten Publisher auch aktiv sind - nur ein Bruchteil davon ist wirklich regelmäßig aktiv.

An Programmen werden in der IWB Übersicht für die Ebersberger 1.700 Programme angegeben. Das heißt, das durchschnittliche Partnerprogramm bei Affilinet zahlt im Monat ca. 1.176 Euro (2.000.000 durch 1.700) aus - na immerhin.

Wenn man bedenkt, daß große Programme im Monat locker 50.000 Euro und mehr an Affiliates auszahlen, dann sieht man, daß es auch sehr viele “Ladenhüter”-Programme geben muß, welche so gut wie keinen Umsatz machen.

Ich finde das sind mal interessante Daten und Anhaltspunkte, die viel interessanter sind als die zigste Umfrage.

Die Zahlen stammen wie gesagt aus dem Internet World Business Artikel in der aktuellen Ausgabe.
Falls ich einen groben Rechenfehler drin habe, bitte korrigieren ;)

Trackingausfall zur besten Zeit

In diesen Tagen werden online soviele Sales gemacht, wie im ganzen restlichen Jahr nicht mehr. Zwei Wochen vor Weihnachten sind bekanntlich die umsatzstärksten Tage eines Jahres.

Zufälligerweise hat ein Technikshop-Programm welches ich bewerbe seit Montag einen Tracking Ausfall. Man arbeitet dran, doch kann es seit Tagen nicht beheben. Ob das ein Zufall ist, daß es einen Tracking Ausfall in der umsatzstärksten Zeit gibt? Oder hat der Merchant in dieser Zeit es einfach nicht nötig Provisionen zu zahlen?

Angeblich wurde irgendwas an der Seite geändert und jetzt gibt es Probleme mit dem Tracking-Pixel. Da ist es besonders ärgerlich, daß ich einen Tag eine SEM-Kampagne umsonst laufen hatte und dafür pro Tag 40-50 Euro einsetze. Es soll eine Entschädigung geben, teilte mir die Agentur mir. Doch auch Agenturen sind in so einem Fall machtlos, wenn der Merchant an seiner Seite schraubt und die Tracking-Pixel dann plötzlich nicht mehr funktionieren.

Ich finde das alles schon sehr merkwürdig. Manche Merchants treten ja selbst gerne mal grundlos mistrauisch gegenüber ihren Affiliates auf - und hier ist auch mal Mistrauen gegenüber dem Merchant angebracht, wie ich finde. Tun kann man dagegen wenig, aber ich denke, daß dieser Merchant nun einiges an Credibility verlieren wird.

Prognose zur Netzwerk-Umfrage

Vor einem Jahr, im Dezember 2006, war ich noch bei Komdat angestellt und hatte die Idee mal zu erforschen mit welchen Netzwerken am meisten Umsatz gemacht wird. Dazu regte ich im 100partnerprogramme.de Forum eine Umfrage an, um zu sehen, welche Netzwerke von den Affiliates genutzt werden. Karsten von 100pp.de nahm diesen Tipp gleich dankbar auf und seine Dezember-Umfrage, welche zum Ende des Jahres ausgewertet wurde, war ein voller Erfolg.

Logisch, daß er sie 2007 wieder auflegt und diesmal sogar mit einem Gewinnspiel kombiniert:

http://www.affiliate-people.de/grosse-umfrage-zur-nutzung-der-affiliate-netzwerke

Ich denke Affilinet + zanox werden wieder einmal mit Abstand gewinnen. Jedoch sage ich persönlich zanox eine bessere Zukunft voraus als Affilinet.

Hauptgrund ist der, daß zanox Premiumpublishern (ab Adrank 6,0) 3x im Monat auszahlt, was SEM Publishern sehr entgegen kommt. Auch kleinere Netzwerke wie Webgains oder belboon zahlen häufiger als nur 1x pro Monat aus und sind somit für SEM Publisher mit sehr hohen Ausgaben deutlich attraktiver als Affilinet.

Und da der SEM-Publisher Anteil im Gegensatz zum SEO-Publisher Anteil wächst, wird Affilinet hier demnächst Einbußen hinnehmen müssen, wenn sich in der Auszahlungs-Politik bei ihnen nicht bald mal etwas tut. Bei außerplanmäßigen Auszahlungen zeigt sich die Affilinet Buchhaltung leider alles andere als flexibel und hält kaum versprochene Termine ein, was ich extrem schade finde, da so die Arbeit der netten Publisher Betreuer wieder zunichte gemacht wird.

Auch kommt zanox sicherlich die Axel Springer Zugehörigkeit zugute, siehe großen Artikel in der BILD-Zeitung vor ein paar Tagen.

Als weiterer Punkt fällt mir auch der Adrank ein: So ein Netzwerk-Ranking ist schon sehr aufschlussreich, da ich damit genau sehen kann wie performant ein Merchant im Netzwerk ist und so die zukünftige Performance des Programms besser abschätzen kann. Auch für die Merchants wäre es doch gut sehen zu können wie performant ein Publisher ist, bei zanox sieht man das auf den ersten Blick, denn Premium Publisher haben dort im System automatisch ein Sternchen und fallen somit sofort ins Auge des Merchants. Auch das fehlt mir bei Affilinet (da kann das Sternchen wohl per Hand vergeben werden, was allerdings sehr selten passiert).

Oder wo ist die Benachrichtiung per Email bei Annahmen von Bewerbungen oder bei Änderungen des Programmstatus?

Und dann sind da noch ein paar andere Punkte, aber das kläre ich dann lieber mit meinen Ansprechpartnern dort. Es gibt auf jeden Fall viel Arbeit für die Ebersberger, um nicht bald die eindeutige Nummer 2 oder sogar Nummer 3 oder 4 in Deutschland zu sein. Man sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern sich auch mal weiterentwickeln - denn das Internet ist schnelllebig. Und vielleicht auch mal der Buchhaltung ein wenig Service Orientierung und Flexibilität beibringen, das fände ich dringend notwendig.

Ansonsten gehen meine Stimmen für die Netzwerke mit denen ich (jedoch im kleineren Stil) zusammenarbeite an TradeDoubler, Webgains, belboon und Superclix. Gerade bei den kleineren Netzwerken ist die Betreuung eindeutig die Beste.

Hier ist meine Prognose für das Voting 2007:

1. Affilinet (sehr knapp vor Platz 2)
2. zanox (großer Abstand zu Platz 3)
3. Adbutler (von 3 bis 6 nur knappe Abstände)
4. Tradedoubler
5. Superclix
6. belboon
7. Webgains (Abstand wird größer)
8. CJ
9. Affiliwelt (Abstand wird nochmal größer)
10. vitrado

Das ist meine Voraussage für die diesjährige Top 10 - mal sehen, wieviel davon zutreffen wird!

Wer beteiligt sich an den Spekulationen um die ersten zehn Plätze?

Falls ich 100% richtig liege, will ich von Markus das “Affiliate-Guru” T-Shirt zurück haben ;-)

Ich habe die Ergebnisse von 2006 nicht mehr im Kopf und auch nicht nachgesehen. Die ersten Plätze müßten auch letztes Jahr ähnlich gewesen sein, aber die unteren weiß ich wirklich nicht mehr. Die Einschätzung meine ich wirklich ernst, möchte niemandem ein Geschenk machen.

Jambas Top 10 Affiliate Tipps

Im aktuellen Affiliate Newsletter von Jamba findet man deren Top 10 Affiliate Tipps:

http://ad.jamba.de/onsite/affiliate/top10_mehrsales.html


Es geht hierbei sehr in Richtung Social Media (SMO). Klar, bei Jamba ist die Klingelton-Zielgruppe größtenteils sehr jung und treibt sich auf Social Media Plattformen rum und ist außerdem offen für Web2.0 Anwendungen und Videos.

Die Tipps sind im großen und ganzen gut und praxisorientiert, jedoch natürlich nicht ganz eigennützig. Beim Tipp Nr 7 “Internationalisieren!” wird versucht den Affiliate dazu zu bringen, Jamba auch in anderen Ländern zu bewerben. In Europa gibt es jedoch neben Deutschland kaum große Märkte bis auf England (und dieser ist extrem umkämpft) und ohne perfekte Sprachkenntnisse ist eine internationale Expansion z.B. nach Spanien oder Frankreich wirklich schwierig.

Der Punkt Nr.3 mit dem “coolen Content” ist mir außerdem etwas zu pauschal.

Trotzdem muß ich sagen, daß mir die Idee solcher Top10 Tipps sehr gefällt. Sie sind halt hier sehr auf die Klingelton Nische zugeschnitten. Diese “Nische” hat ja Shoemoney z.B. in der frühen Zeit zum Millionär gemacht.
In anderen Bereichen würden diese Tipps wahrscheinlich noch anders ausfallen und nur teilweise ähnlich und weniger SMO-lastig klingen.

Eine gute Idee also vom Klingelton-Riesen.

Mal schneller mal langsamer

Im SEM scheint einiges klarer zu sein als im SEO. So ganz 100% weiß jedoch auch kein Publisher alle Details.

Wenn ich z.B. neue Kampagnen starte sind manche sofort live. Andere hingegen dauern teilweise bis zu 24 Stunden, bis sie endlich live erscheinen (aus dem selben Adwords Account). Ich vermute, daß in manchen Sparten die Anzeigen erst manuel überprüft werden bevor sie live gehen und dadurch die Verzögerung entsteht.

Weiß jemand genaueres?

In Holland ist einiges anders

Keyword-Advertising heißt wohl dort abgekürzt SEA (für Search Engine Advertising).

SEM ist dort ein Überbegriff - also SEA + SEO = SEM

Macht ja eigentlich auch so mehr Sinn. In den USA ist es ähnlich, dort wäre die Gleichung SEO + PPC = SEM

Gefunden habe ich SEA bei dieser Slideshow. Dabei kann man auch noch einiges über den holländischen Markt lernen und sein Niederländisch auffrischen:
http://www.slideshare.net/bas.hof/zoekmachine-marketing-seminar-seaseosem-succes

Alle reden von Themenrelevanz

… bei der Verlinkung - bis auf den bekanntermaßen guten SEO Sistrix, der in seinem Blog jetzt proklamiert, daß Themenrelevanz derzeit nicht in die aktuellen Google Rankings einfließt:

http://www.sistrix.com/news/690-das-maerchen-von-der-themenrelevanz.html

Mal was anderes als das mehr oder weniger sinnlose PageRank Gefasel in vielen Blogs in der letzten Zeit und sehr lesenswert. Ich tausche mich gerade mit Nils Römeling im Messenger darüber aus. Als freier Online Marketing Berater kennt sich Nils ebenfalls gut aus und widerspricht der Sistrix These. Er denkt, daß Themenrelevanz auf jeden Fall hilft.
Ich persönlich denke auch, daß sie schon einen Einfluß hat, dieser aber in der Tat noch nicht so wahnsinnig riesig ist.

Ranken kann man nach wie vor noch mit nicht-themenrelevanten und sogar reziproken Links. Ich denke jedoch, daß es mit themenrelevanten und nicht-reziproken (also One-Way) Links deutlich schneller geht.

Was haltet ihr von der Sistrix These?

Organische SERPs und Paid Results

Haben diese beiden “Sparten” bei Google einen Zusammenhang? Der Suchmaschinenriese behauptet daß es keinen gibt - viele Online Marketer sehen das aber anders, wie auch dieser Artikel vermutet.

Ich glaube ehrlich gesagt Google, und kann mir nicht denken, daß ich im Organischen Vorteile bekomme, weil ich Adwords buche oder umgekehrt, auch wenn die Algos (der organische On-Page Algo und der Landing Page Algo im SEM) sicherlich ähnlich sind, und auch teilweise Überschneidungen aufweisen. Aber sie beeinflussen sich gegenseitig wohl nicht.

Wie sehen meine Leser diese brisante Frage? Gibt es einen Zusammenhang oder gibt es wirklich keinen?

Große Brands vs. kleine Brands

Bei den großen Netzwerken findet man sie beide: Kleinere und größere Brands (altdeutsch: Marken).

Diese beiden Gruppen haben diverse Vor- und Nachteile, die da wären:

Pros große Brands (Beispiele: Douglas, tchibo, O2):

- Hohe Bekanntheit und Nachfrage durch extensives crossmediales Branding
- normalerweise trafficstarke Bereiche
- werden fast immer von Agenturen betreut (was ich in den meisten Fällen zu den Pros zählen würde, allerdings gibt es Ausnahmen)
- in den meisten Netzwerken verfügbar

Pros kleine Brands (Beispiele: Montessori-Shop, Martinas Bastel- und Hobbykiste, Kalenderboy):

- Bewegen sich meist in Nischen mit weniger Konkurrenz
- Meist keine SEM-Restriktionen
- Meist bessere Konditionen als bei großen Brands um konkurrenzfähig zu bleiben

Sicherlich gibt es noch weitere Unterschiede, allerdings fallen mir auf Anhieb diese ein. Falls noch etwas fehlt - bitte ergänzen!

Cookie Laufzeiten sind wichtig

Früher habe ich bei der Programmauswahl relativ wenig auf Cookie Laufzeiten geachtet. Doch mittlerweile hat sich das geändert. Ich mache gerade wieder die Erfahrung, daß Cookies sich wirklich auszahlen können.

Ich habe ein Programm von einem Netzwerk zu einem anderen Netzwerk umgezogen, und bei dem alten Netzwerk kommen immer noch Sales rein, und das jeden Tag seit dem Umzug.

Ein Bekannter von mir hat vor kurzem ein recht gut laufendes Projekt von ihm für 12.000 Euro verkauft. Und noch Wochen später freut er sich über bei ihm auflaufende Sales über das PP, welches in diesem Projekt beworben wurde.

Ich achte ab jetzt verstärkt auf die Cookie-Dauer. Manche Netzwerke geben ja den Zeitraum zwischen dem ersten Klick und dem Kauf auch bekannt, Webgains tut dies zum Beispiel. Auch hier lohnt es sich mal genauer hinzusehen. Tracking-Experte Burkert hatte diesen Punkt glaube ich auch in seiner Netzwerk-Statistik Übersicht.

Und an alle Merchants, die ihr Programm attraktiv gestalten wollen: Verlängert Eure Cookies - am besten so wie Vorzeige Merchant Sascha P. vom Montessori-Shop (sein Blog ist komischerweise runter auf PR3, ganz ohne trigami sein Blog steigt jetzt erst mit PR3 ein) - bei ihm gibts satte 120 Tage Laufzeit!